Homepage der kommunalen Kindertagesstätte

"Astrid Lindgren"

Lippstädter Weg 12, 33142 Steinhausen


Konzeption

    Homepage der kommunalen Kindertagesstätte "Astrid Lindgren",

    Lippstädter Weg 12, 33142 Steinhausen


    

Die meisten Einrichtungen für Kinder arbeiten nach den Grundlagen eines Pädagogen. Wir haben uns mit unterschiedlichen Ansätzen und Philosopien verschiedener Pädagogen auseinander gesetzt, um das Bild vom Kind für unsere Einrichtung festzulegen. Alle Ansätze und pädagogische Grundlagen enthielten wertvolle Aussagen, Leitlinien und Vorstellungen des kindlichen Menschenbildes. Für unsere Erzieherinnen ist die Menschenwürde unantastbar und somit identifizieren wir uns mit dem Zitat von Janus Korczak, indem es heißt:

"Lasst uns Achtung fordern für die hellen Augen, die glatten Schläfen, die Anstrengungen und die Zuversicht eines Kindes."
(Janus Korczak)

Mit diesem Zitat unterstreicht J. Korczak die Erhaltung der Menschenwürde. In unserer pädagogischen Arbeit steht jedes Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen und Besonderheiten im Vordergrund.

In unserer Einrichtung sind ausschließlich ausgebildete Fachkräfte tätig. Dies bringt den Vorteil mit sich, dass jede Kollegin ein gutes Fundament und Fachwissen hat. Dies sind optimale Vorraussetzungen für die Förderung der Kinder. Jede Kollegin ist durchaus in der Lage, sich auf die Entwicklung der Kinder und auf seine Bedürfnisse einzulassen. Das Verständnis des Personals für die unterschiedlichen Entwicklungsstufen des Kindes ist die Basis für die individuelle Förderung die wir jedem Kind bieten.

Für die Kinder sind wir Partner und Begleiter, d.h.... wir stehen mit den Kindern auf einer Stufe. Dies signalisiert dem Kind eine enorme Wertschätzung, welches sich ebenfalls im erzieherischen Verhalten widerspiegelt. Wie ein Kind handelt, seinen Lernweg bestreitet, wie es urteilt, Zusammenhänge erstellt, wie ein Kind fühlt und denkt findet in der Praxis stets Berücksichtigung. Jedes Kind kann seinen Weg bestreiten. Wir vertreten die Ansicht, dass es keinen falschen, sondern ausschließlich einen möglich anderen Weg des Lernens gibt. Diese Grundeinstellung vereinfacht oft die individuellen Lernprozesse der Kinder zu verstehen.

Durchaus setzen wir den Kindern auch Regeln und Grenzen. Nur durch diese kann eine Gemeinschaft funktionieren. Diese Regeln und Grenzen gelten für alle Kinder und gleichermaßen für die Erzieherinnen der Einrichtung. Hierbei werden keine Unterschiede vorgenommen.

Die Arbeit der Kindertageseinrichtungen basiert auf dem Kinderbildungsgesetz, kurz KiBiZ genannt. Dieses Gesetz beinhaltet einen eigenständigen Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrag.

Wir orientieren uns an den unterschiedlichen Bedürfnissen, Interessen, Erfahrungen, Fähigkeiten, Stärken, dem Entwicklungsstand und an der Individualität jedes einzelnen Kindes, damit sich jedes Kind möglichst schnell bei uns wohl fühlen kann. Dabei verfolgen wir unterschiedliche Ziele. Wir wollen diese als erreicht sehen, wenn das Kind die Einrichtung verlässt und in die Schule geht.

Wir fördern und bieten den Kindern:

- die Möglichkeit im Spiel seine Umwelt zu erobern und zu entdecken,

- die Kreativität anzuregen und zur Spontanität zu ermutigen,

- Hilfen, sich mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen und sich darin zurechtzufinden,

- Anregungen zum freien Tun und Eigenaktivität,

- sich in seiner Neugierde und in seiner Freude am Entdecken und Experimentieren zu unterstützen,

- Selbstvertrauen, die Eigenständigkeit des Kindes zu stärken und seine Lernfreude zu wecken,

- vielfältige und soziale Kontakte zu knüpfen, um dabei unterschiedliche Verhaltensweisen, Situationen und Probleme zu

  erleben,

- die Möglichkeit, seine eigene Rolle innerhalb der Gruppe zu erfahren und andere zu akzeptieren.

 

Das Spiel des Kindes steht immer als kindliche Form des Lernens im Vordergrund. Das Spiel bildet die Basis um Erfahrungen zu sammeln, aber auch zu vertiefen. Das Spiel ist ein Ausdruck von Erlebnissen, dient der Kommunikation und der Sozialisation. Lernen ist Wissensvermittlung und Selbstbildung, Selbstbildungspotenziale entwickeln sich. Lernen ist aber auch Fremdbildung, wobei die Individualität, die Einzigartigkeit eines jeden Kindes Berücksichtigung findet. Dabei arbeiten wir stets stärkenorientiert, d.h.. wir gehen zunächst über die Stärken eines Kindes, um die Schwächen aufzufangen und um diese zu einer Stärke werden zu lassen. Die Kinder sind stets selbständige Akteure. Vorraussetzung dafür ist eine Lernumgebung, in der Kinder selbständig aktiv sein können und dürfen. Die frühkindlichen Bildungsprozesse vertiefen sich im Spiel. In allen Bereichen sollen sich die Kinder ganzheitlich, in Sinnzusammenhängen lernen. Im Lernen machen die Kinder Erfahrungen im Bereich der Wahrnehmung. Kinder entdecken und forschen, gehen eigene Lernwege und bewegen sich in eigenen Erfahrungsprozessen, in denen die Erzieher Begleiter sind. In der Kita werden die Kinder auf das spätere Leben vorbereitet. Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit entwickeln sich und werden geprägt. Dazu ist eine gesunde Beziehung und Bindung zum Kind von entscheidender Bedeutung. Sozialemotionale Bindungen sind in Prozesse eingebettet. Besonders wichtig ist die Wahrnehmung eigener Wünsche und Bedürfnisse, diese in sozialverträglicher Weise durchzusetzen, ohne dabei die Rechte anderer zu verletzen. Diese emotionalen Kompetenzen werden zunächst in den Interaktionen von Kind und einem kompetenten, meist Erwachsenen, erworben und können erst allmählich vom Kind angewandt werden. Bereits Kinder lernen sich mit Situationen und mit Menschen auseinander zu setzen. Hierbei ist die altersspezifische Bildung immer zentraler Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit. Für das Lernen in früher Kindheit sind persönliche und räumliche Ressourcen unabdingbar. Altersgemäß ebnen wir einen Weg zur Persönlichkeitsentfaltung der Kinder. Stets arbeiten wir individuelle und soziale Benachteiligungen auf, bieten den Kindern Lern- und Lebensaufgaben, um auf zukünftige Lebenssituationen vorbereitet zu sein.   

 

In unserer Einrichtung arbeiten wir mit den Kindern "teil-offen". Das beinhaltet, dass unsere Kinder sich für einen gewissen Zeitraum in verschiedenen Bereichen aufhalten dürfen. Den Kindern bleibt in erster Linie ihre Stammgruppe erhalten, in der die täglichen Angebote durchgefährt werden.
Der Vorteil dieses pädagogischen Ansatzes besteht darin, dass die Kinder zur Selbstständigkeit heran geführt werden. Weiterhin entsteht ein "mehr" von pädagogischen Ansichten, die zum Wohle des Kindes ausgearbeitet werden. Folgende Bereiche können unsere Kinder nutzen:

  • den Flur,
  • den Turnraum,
  • den Snoezzelraum,
  • den Werkraum,
  • das Aussenspielgelände,
  • der gegenseitige Besuch in den anderen Gruppen.

In unserer Kindertageseinrichtung akzentuieren wir den Bildungsbegriff, konkretisieren diesen für die praktische Arbeit mit dem Kind und gestalten die Umsetzung verbindlich.
Mittels verschiedener Beschäftigungen und Angebote im Bereich des bildnerischen Gestaltens, der musikalischen Früherziehung, der Bewegungserziehung, der Natur und Sachbegegnung, der Spracherziehung, der Verkehrserziehung und im Bereich der Übungen des täglichen Lebens werden den Kindern Projekte angeboten.
In allen Angeboten bilden sich die Kinder weiter, werden auf das spätere Leben, insbesondere auf die Schule vorbeireitet.
Auch im alltäglichen Geschehen entwickeln sich viele, wichtige Bildungsaspekte. Darunter fallen die Förderung der Sprache, der Wahrnehmung, der Aufmerksamkeit der Konzentration, der visuellen und akustisch-visuellen Wahrnehmung, der Fein – und Grobmotorik, der Gedächtnisschulung und im Sozialverhalten.

Unsere Einrichtung schafft einen Lebensraum für Kinder, in dem sie heranwachsen und auf das das spätere Leben vornereitet und an seine Umwelt herangeführt werden. Die Räumlichkeiten sind so gestaltet, dass sich die Kinder wohl fühlen, um ihre Kreativität und Phantasie entfalten zu können.

Die intensive Zusammenarbeit mit dem Elternhaus und dem pädagogischen Personal untereinander ist unabdingbar. Wir planen nach den individuellen Bedürfnissen der Kinder, situativ, die Lebenssituation eines jedes Kindes berücksichtigend. Der Austausch zwischen Eltern und Erzieherinnen ist von enormer Bedeutung. Nur so kann eine familienergänzende Arbeit gelingen.

Zunächst führen wir die häusliche Erziehung fort. Intensiv setzen wir uns besonders zu Beginn der Kita - Zeit mit den Eltern auseinander, um dem Kind einen nahtlosen Übergang vom Elternhaus in die Kita zu ermöglichen. Unser Schwerpunkt liegt in der Vorbereitung des Kindes auf die Schule. Wir bieten einen geschätzten Raum, indem sich das Kind wohlfühlen kann. Dies ebnet die Vorraussetzung für eine gute, vielfältige und gesunde Lernbasis. Die Kinder knüpfen in unserer Einrichtung soziale Kontakte und erleben somit soziales Lernen. Die Kinder bewegen sich in einem Umfeld, indem sie lernen sich zu behaupten und sich durchzusetzen. Dies ist die Grundlage für einen gelingenden Übergang von der Kita in die Grundschule. Wir bieten dem Kind einen eigenständigen Lernbereich. Das Kind muss nicht auf Familienmitglieder zurückgreifen, es entfaltet sich selbst- und eigenständig.

In unserer Einrichtung werden Normen und Werte vermittelt, die ein Kind in der Familie nicht allein vermittelt bekommen kann. Im letzten Jahr vor Schuleintritt wird das Kind intensiv auf den Schuleintritt vorbereitet. Aufeinander aufbauende Projekte ermöglichen den Kindern Lernerfahrungen zu sammeln und bieten allen angehenden Schulkindern eine optimale Förderung. Durchlebt ein Kind diese Angebote, ist es gut für den Schulalltag vornereitet und gut gerüstet, um den Anforderungen in der Schule zu entsprechen.

Ein weiterer Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit nimmt die Sprachförderung ein. Die Sprache ist der Schlüssel zur Welt. Kinder können noch nicht lesen und sind somit auf ein gut gerüstetes Sprachwerkzeug angewiesen. Unter dem Aspekt "Wissenswertes" können Sie nachlesen, welche besonderen Angebote wir den Kindern bieten. 

 

Kinder !

Sind so kleine Hände, winzige Finger dran.
Darf man nicht drauf schlagen, die zerbrechen dann.

Sind so kleine Füße, mit so kleine Zehn.
Darf man nicht drauf treten, können sonst nicht geh´n.

Sind so kleine Ohren, scharf und ihr erlaubt,
darf man nie zerbrüllen, werden davon taub.

Sind so kleine Münder, sprechen alles aus.
Darf man nie verbieten, kommt sonst nichts mehr raus.

Sind so kleine Augen, die noch alles seh´n.
Darf man nie verbinden, könn´sie nichts versteh´n.

Sind so kleine Seelen, offen und ganz frei.
Darf man niemals quälen, geh`n kaputt dabei.

Ist so´n kleines Rückrat, sieht man fast noch nicht.
Darf man niemals beugen, weil es sonst zerbricht.

Grade, klare Menschen, wär ein schönes Ziel.
Leute ohne Rückrat hab`n wir schon zu viel.

(Bettina Wegner)